Damals wars…
Der Spätsommer 2008 oder
Die Entstehung des Rockbahnhofes
Es war einmal eine Band namens ChinSchiller aus der Märchenstadt Weißenberg im Herzen der Oberlausitz, die sich nach vielen erfolgreichen Jahren aus dem aktiven Musikgeschäft verabschiedete. Doch in dieser Situation war es für ChinSchiller einfach zu wenig, lediglich zu sagen: Macht´s gut!
Mitnichten wollten sie einfach abtreten und sich still und leise davonschleichen und nur mal eben so von jetzt auf gleich von der Bildfläche verschwinden, nein, sie wollten mit einem ordentlichen musikalischen Höhepunkt in Form eines offiziellen Abschiedskonzert in Ihren musikalischen Ruhestand eintreten, ihren Fans und der Bühne lebe wohl sagen. Also wurde ein letztes Konzert beschlossen. Doch für eine Band, die der Region Ihren musikalischen Stempel aufgedrückt und sich zum Garanten für wilde-gelungene Partys entwickelt hatte, nahm es nicht Wunder, dass sich die Kunde vom Ende eben jener fantastischen Party- und Cover-Formation noch vor ihrer offiziellen Auflösung in Windeseile auch bis zu musikalischen Wegbegleitern verbreitete:
Gleich waren befreundete Bands aus Leipzig und Dresden zur Stelle, die sich die Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen wollten, ihren Idolen von der großen Oberlausitzer Party-Band ChinSchiller bei Ihrem letzten Konzert den gebührenden musikalischen Respekt zu erweisen. So kam es, dass aus dem Abschiedskonzert eine Abschiedsparty mit insgesamt 4 Bands wurde. Als Termin stand alsbald der 27.September 2008 fest. Stellte sich nur noch eine entscheidende Frage: Wo sollte die große Feier stattfinden?
Was lag hier näher, als dafür die ehemaligen Probenräume von ChinSchiller und das angrenzende Gelände in Weißenberg zu nutzen. Weil unmittelbar hier bis in die 70er Jahre der Weißenberger Bahnhof stand, erfand ein findiger Hobbymusiker auch gleich spontan einen Namen für diesen Abend: „Rockbahnhof“.
Nun hatten ChinSchiller und Co. etwa 150 Besucher erwartet, nachdem aber bei 250 aus Platzgründen leider die ersten Gäste nicht mehr eingelassen werden konnten, war klar, dass die Anziehungskraft der ChinSchilleraner, dass der Geist dieser Band, sozusagen ihr letzter musikalischer Pulsschlag etwas Neues, viel größeres als sich selbst in die Welt gesetzt hatte: In dieser historischen Stunde wurde der eigentliche Rockbahnhof geboren, das war allen Beteiligten klar. Das kleine Organisationsteam der Party vom 27.September 2008 beschloss als Rockbahnhof-Team weiterzumachen um den Rockbahnhof fortzuführen.
Rockbahnhof 2008
Vier Bands spielten an dem Abend unter großem, an das Treff angebautem, Zelt. Mit gerader Rockmusik machten „Denico“ aus Leipzig den Anfang, ihnen folgten die Gastgeber, die Weißenberger Party- und Cover-Band „ChinSchiller“. Die Stimmung war auf einem ersten Höhepunkt, wurde aber gleich noch getoppt von den ebenfalls überwiegend aus Leipzig stammenden Musikern um „Blossom“ mit Rock-, Ska- und Reggae-Rhythmen.
Als vierte spielte die Dresdner Fusion-Band „e-strøm“ die das Publikum berauschte und selbst die letzten Kritikerstimmen verstummen ließ.
Die hohe musikalische Qualität ging neben den Bands zum größten Teil auf das Konto von Veranstaltungsservice Steffen Aust, dessen Team samt Tontechnik für die professionelle Beschallung dieses ersten Rockbahnhofes verantwortlich zeichnete.
Nach der Livemusik wurde im ehemaligen „Treff“ aufgelegt. Hier folgte bis in die frühen Morgenstunden eine ausgelassene After-Show-Party. Durstig und hungrig musste wirklich niemand bleiben, dafür waren zwei Bars geöffnet und das Gasthaus „Hotel am Bahnhof“ sorgte reibungslos und routiniert für das leibliche Wohl. Angenehme Wärme verbreiteten mehrere Feuertonnen auf dem äußeren Gelände und schufen gemütliche Rückzugsnischen.
150 Besucher waren erwartet worden, aber kaum nach 22 Uhr, die Party fuhr gerade noch auf volle Leistung hoch, waren schon über 200 da. Schließlich mussten kurz darauf mit dem 250ten Gast leider schon die ersten Feierfreudige am Einlass wegen Überfüllung warten oder nach Hause gehen.
Mit 250 Gästen waren die Erwartungen zum ersten Rockbahnhof weit übererfüllt worden, das Rockbahnhof-Team beschloss daraufhin, die Veranstaltung fortzuführen und begab sich wegen des großen Zuspruchs und Besucherandranges auf die Suche nach einem größeren Veranstaltungsgelände.
Rockbahnhof 2009
Die Suche nach einem Veranstaltungsgelände, welches dem unerwartet hohem Besucherinteresse Raum geben konnte, war schnell beendet: Das Team des Rockbahnhofs konnte die Sporthalle Weißenberg mit dem umliegenden Gelände zur Durchführung des zweiten Rockbahnhofes gewinnen und gegen einen Mietbeitrag für seine zweite Veranstaltung nutzen. Zu Gute kamen den Rockbahnhofern die guten Kontakte zum Weißenberger 1895 TSV Blau-Gelb. Zu dem Zeitpunkt waren auch Teammitglieder des Rockbahnhofes als Freizeitsportler dort aktiv.
Das neue Gelände in und um die Sporthalle Weißenberg wurden aufwändig zu einem vielbestaunten Festivalgelände umgestaltet und nach dem Achtungserfolg des ersten Rockbahnhofs am 27. September 2008 wurden im Rahmen der Zweitauflage am 03.10.2009 an neuer Stelle dann auch gleich die Grenzen des Machbaren ausgelotet: 6 Bands waren am Start. Mit Café Jazz (Bautzen), Lipstix (Leipzig), 22Times (Löbau), Die Ukrainiens (Dresden), Minnie the Moocher (Berlin), Eight-Twenty (München) wurde aber auch fast jede erdenkliche Spielart des Rock bedient. Die Begeisterung unserer Gäste, sowohl Bandmitglieder als auch Besucher, teils extra von weit angereist, bestätigten uns in unseren Bemühungen und ermutigten uns, den eingeschlagenen Weg beizubehalten und weiter zu machen. Mit 500 Gästen waren gut dreimal so viele Besucher wie im letzten Jahr zum feiern und abrocken gekommen.
Rockbahnhof 2010
>> Bilder
Am 25. September wird wieder abgerockt in Weißenberg. Der RockBahnhof ging in die nächste Runde.
Das Publikum konnte sich auf drei Bands freuen, wie immer musikalische Highlights überwiegend aus der Region mit einer Mischung aus feinsten Stilen handgemachter Rockmusik. Als erste gingen „HighFive“ aus Leipzig ins Rennen, gefolgt von „Easy/DC“ aus Ohorn. Wie der Name sagt, eine AC/DC-Coverband. Bei den rhythmisch-rockigen Gitarrenriffs von Angus Young und Co. sollte es dann auch den letzten von den Plätzen reißen. Der Hauptact waren die Görlitzer Lokalmatadore von „Yellow Cap“, musikalisch ausgerichtet an rockigem Ska und entspanntem Reggae, natürlich in großer Bläser-Formation mit umfangreicher Bühnenshow, neben den üblichen Verdächtigen wie Gitarren, Bass, Drums und Gesang.
Rock meets Electro – beim 3. RockBahnhof öffnete erstmalig der Lokschuppen, ein brandneuer Second-Floor. Während die Bands von Reggea bis Hardrock die Eventhalle einheizten, lief hier Mugge über die Electro-Schiene. Aufgelegt von verschiedenen DJs der Region: „Tec Thunder“ (K16 Booking), „Quer4mat“ (Pure-Booking.de) und „Steeps“ (x-dream/Heizhaus).
Wem das an Musik und Party noch nicht ausreichte, der kam bei der Aftershowparty in der Eventhalle ab 1.00 Uhr mit dem Besten der 70′ 80′ 90′ voll auf seine Kosten. Die leergefeierten Energiespeier konnten dann an mehreren Punkten des Veranstaltungsgeländes aufgefüllt werden.
Der Rockbahnhof, mittlerweile ein Festival – Muss für´s Oberlausitzer Konzert- und Partyvolk ging in seine dritte Auflage. Etwa 700 Musikbegeisterte nicht nur aus der Region Weißenberg, sondern auch aus dem weiteren Umland mit seinen Städten Bautzen, Löbau, Niesky, Zittau und Görlitz wollten sich das Event im Jahr 2010 nicht entgehen lassen. Kaum zu Ende, plant das Team aber schon den nächsten Rockbahnhof für 2011, natürlich wieder Livemusik und Lokschuppen und weitere Überraschungen.
Rockbahnhof 2011
Der nächste Rockbahnhof wird am 03.09.2011 wieder in und um die Sporthalle Weißenberg stattfinden, vorbereitet wird er vom Team des Rockbahnhofes. mehr…






